Samstag, 10. September 2011

Fräulein Fridl und ihre „Aufgaben“.




Fräulein Fridl und ihre „Aufgaben“ …

die Perle Frida habe ich ja schon erwähnt,
jetzt sind ihre Vorhaben nicht oder sehr wenig zu stoppen.
Mit dem wachsen von Innen nach Außen,
legte auch ihr Körper an Größe zu.
Da suchte ich gestern das Blatt auf dem ich sorgfältig
die Urlaubszeiten von Charley schrieb.
Die fand ich dann auch …
Fridl war vor Freude außer sich – sie hatte ja geholfen;-)

Charley bist du so lieb und sendest mir die per Mail,
das kann ich abspeichern, denn Fridl hat den PC noch nicht
für ihre Zwecke entdeckt, es sei ihr haltet das anknabbern des Kabels
als ersten Kontakt.

Ja ihre Leidenschaft sind meine Schuhe, hier stehen auch genug rum.
Für den Strand, die Sand tauglichen.
Für Regen die Wasserdichten,
bei Sonne die Leichten, und so weiter.

Jetzt hat ein Schuh keine Ferse mehr,
wenn ich so nachdenke …
Die Schuhe stehe unerreichbar hoch, dachte ich.

Dann sah ich es, Fridl klettert auf eine Tasche, kann sich
ein Hund auf die Zehen stellen?
Die Perle machte es auf jeden Fall, und unten war ein Schuh.

Also dieses Überbleibsel von Schuh war nicht mehr der Neuste,
eigentlich schon sehr aus gelatscht,
bequem und gehörte irgendwie in mein Leben.

Da zeigte mir die Lütte mal, wie man an Dinge und Gewohnheiten hängt,
die verzichtbar sind.
Weil es, obwohl nicht mehr schön und begehrenswert,
so bequem, so eingelaufen und gewohnt ist.

Da trenne ich mich mal wieder von
Dingen – Gewohnheiten - und wenn nötig auch mal von Menschen.



Sonntag, 28. August 2011

Fellkinder im Schlaraffenland





Hier sprich Marlo …

ich weiß nicht – Mädchen sind komisch.
Wegen Fridl sind wir jetzt etwas früher unterwegs.
Die setzt sich ins Hückchen, macht Pipi und will sofort wieder ins Haus.
Da geht es doch erst los.
Es riecht nach frühen Herbst, ganz intensiv habe ich zu schnuppern
und markieren.
Wir gehen also gemächlich durch den frühen Morgen …
da – es liegt was in der Luft.
Ich gebe Gas – nichst kann mich mehr aufhalten,
Fridl wie immer dicht an meiner Seite.
Der Duft vom „Schlaraffenland“,
klar weiß ich was das ist – ihr Menschen habt keine Ahnung
was wir Fellkinder alles wissen, spüren, erahnen und riechen.
Wie ein Blitz sausen wir in eine offene Gartenpforte -
da liegt vor uns das Paradies.
Grill – gedeckte Tische, Teller die noch köstlich einen Duft abgeben
nach Dingen die wir leider nie zu fressen bekommen.
Da kommt „Mama“ an gesaust - die kann rennen, doch so schnell wie
wir ist sie nicht.
Das war es dann mit dem verbotenen Weg ins Paradies.
Bleibt uns nur zu träumen
von Bergen Grillfleisch, Hähnchen und was ihr Menschen
noch so alles in euch hineinstopft.




Ich sage für heute – auch Fellkinder haben Rechte …

und fordere ein Sommerfest für Fellkinder.
Tschüss von Marlo und Fridel




Montag, 8. August 2011

Ein Hund der bellt ...

Ein Hund, der bellt,ist mehr wert,
als ein ein Mensch, der lügt. (Henry de Montherlant)


Auch ein Hund hat "seine Geschichte",
so wie wir Menschen einen "Rucksack"
von Erziehung, Umfeld und Erlebnissen
mit uns herumtragen, werden Hunde
oft von schlimmen Erlebnissen geprägt.

Mir erzählte ein Mann folgende traurige Geschichte:

Die Polizei rettete fünfzehn Hunde,
die bei einer Züchterin im Keller hausten.
Die geschundenen Tiere kannten kein Tageslicht.

Dieser Mann nahm eines dieser Tiere in sein Heim,
geht jetzt alle drei Stunden, auch in der Nacht Gassi.

Das Tiere war fast zwei Jahre alt, und konnte
nicht stubenrein werden, es musste ja sein
"Gefängnis" einkoten.

Dieser jetzt glückliche Hund hat Angst vor allem.
Vor Menschen, seinen Artgenossen und - und - und.
Wie lange wird es dauern, dass dieses "Fellkind"
Vertrauen fassen kann, seine "Verletzungen" überwindet.

Ich weiß wie schwer es ist.

Marlo wurde im Alter von sechs Monaten,
von einer Horde Jungens, so zwischen 6 bis 10 Jahren,
mit Feuerwerkskörper beworfen.

Es kann sich jeder vorstellen,
wie sich das auf den "Kleinen" auswirkt.

Was habe ich nicht alles unternommen,
ihm diese Angst zu nehmen.

Kommen lärmende, rennende Kinder,
da rastet er vor Angst bald aus.
Er bellt sich die Kehle wund.

Die einzige Möglichkeit, seine Bindung an mich
so zu verstärken, damit er weiß,
bei mir ist er in Sicherheit.

Hört sich leichter an, als es ist.

Nehmt einem Hund also nicht das Bellen.
Es ist ein Ausdruck von Unsicherheit, Angst
manchmal auch vor Freude.

Ihr Menschen: seit behutsam mit
einem Lebewesen.

Es dankt dir mit einer Liebe, die dir
dein Leben schöner, lebendiger ...




Jetzt ist Fridl seit einem Monat bei uns - 
wir sind eine glückliche "Dreieinigkeit"
Es ist wunderbar zu sehen wie die beiden Fellkinder
ihre Zweisamkeit genießen.
So viel Lächeln wurde mir lange nicht geschenkt, 
Danke.